Archiv der Kategorie 'Überregional'

Am 29.9.2010 findet ein internationaler Aktionstag gegen Krise, Sparpakete und Kapitalismus statt. In einigen Ländern wird gestreikt, in Berlin wird es eine Demo geben. Unter dem Motto „Eure Krise, eure Kriege, euer Kapitalismus – Pay you Fuckers“ wird zu einem antikapitalistischen „Wir wollen alles“ Block mobilisiert. Auch aus Burg wird es eine gemeinsame Anreise geben. Achtet auf Ankündigungen, nehmt euch Zeit und kommt mit nach Berlin. Denn: Wir sind eine Klasse – ihr seid eine andere – Pay you Fuckers!

Ende November will die Bundesregierung ein „Sparpaket“ verabschieden. Nachdem die Regierenden mehrere Hundert Milliarden Euro dafür mobilisiert haben, Banken und Konzerne und ihre Profite zu retten, sollen die Kosten jetzt bei Erwerbslosen und Beschäftigten „eingespart“ werden. Über 30 Milliarden Euro sollen bei denjenigen gekürzt werden, die sich am schlechtesten wehren können und am wenigsten besitzen. Bisherige Ansprüche von Hartz-IV-EmpfängerInnen sollen in Zukunft häufiger vom „Ermessen“ der JobCenter abhängen. ALG II EmpfängerInnen sollen kein Elterngeld und WohngeldempfängerInnen keinen Heizkostenzuschuss mehr erhalten, Zuschläge beim Übergang von ALG I zu ALG II gestrichen werden. Des Weiteren plant die Bundesregierung eine erneute Gesundheitsreform, die zu weiteren finanziellen Belastungen bei Gering- und NormalverdienerInnen führen wird. Die Situation von Millionen Menschen hierzulande, deren Einkommen schon jetzt nahe am Existenzminimum ist, wird sich damit massiv verschärfen. Damit reiht sich diese Maßnahme in eine lange Kette von Sozialkürzungen, Beitragserhöhungen, Privatisierungen und einer Umver-teilungspolitik von unten nach oben.

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ACHTUNG! Busfahrkarten so gut wie alle!
Wer noch mitfahren will, so schnell wie möglich melden. Es wird von unserer
Seite aus keine weiteren Busse geben!

Seit der Jahrtausendwende marschieren Alt- und Neonazis zum Jahrestag der Bombardierung Dresdens im 2.Weltkrieg durch die Stadt. Hinter der vermeintlichen Trauer um deutsche Opfer steht ein mehr oder weniger verklausulierter Bezug auf den Nationalsozialismus sowie der Versuch der Verdrehung der deutschen Geschichte. Durch die Betonung der ‚unschuldigen Opfer‘ verfügt der Aufmarsch über eine hohe Anschlussfähigkeit, auch für Menschen mit einem noch nicht geschlossenen neonazistischen Weltbild. Als „Trauermarsch“ inszeniert hat das Nazigedenken in Dresden starke interne Bindungskräfte und wirkt in hohem Maße identätsstiftend. Diese Wirkung wird verstärkt durch den Umstand, dass der jährliche Aufmarsch mittlerweile zum größten regelmäßigen Nazievent in der Bundesrepublik, ja sogar in Europa geworden ist.

Wir rufen alle AntifaschistInnen dazu auf, am 13. Februar dem Naziaufmarsch in Dresden entschlossen entgegenzutreten und ihn gemeinsam zu blockieren!

::: Info- & Mobilisierungsveranstaltung :::
Mi, 03.02.2010 – 19:00 Uhr – Libertäre Zentrum (Alt Salbke 144) – Magdeburg

::: Infos für eine gemeinsame Anreise :::
Wir organisieren einen Bus nach Dresden. Flyer
Infos zum Abfahrtsort, der Uhrzeit etc. erfahrt ihr beim Kartenkauf und bei der InfoV.

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Am Sonntag, dem 24. Januar 2010, fand in dem sogenannten „Nationalen Zentrum“, in der Leipziger Odermannstraße ein Vorbereitungstreffen für den Neonaziaufmarsch am 13. Februar in Dresden statt. Dabei sollte unter anderem das Sicherheitskonzept besprochen werden. Unter den 20-25 Neonazis waren auch Personen aus Burg. Über einhundert Antifaschist_Innen demonstrierten spontan gegen das Treffen in Leipzig.

Seit der Jahrtausendwende findet regelmäßig in Dresden der größte Naziaufmarsch in Europa statt. Der von der NPD und der Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland (JLO) organisierte Aufmarsch stellt eine große Bedeutung in der Neonaziszene dar. So nehmen an diesem nicht nur die verschiedenen Spektren der extremen Rechten teil, auch szeneinterne Streitigkeiten werden an diesem Tag in den Hintergrund gestellt. Der Aufmarsch, der sich auf die Bombardierung 1945 durch die Alliierten bezieht, wird genutzt, um ein Kollektiv unschuldiger deutscher Opfer zu schaffen. In diesem Jahr soll das „Freie Netz (FN)“ die Sicherung des Aufmarsches übernehmen. Wie schon in den letzten Jahren treten Personen aus dem Umfeld des „FN“, zum Großteil Personen aus Burg als Ordner, auf regionalen und überregionalen Demonstrationen auf. Der Aufmarsch in Dresden ist dabei eine neue Dimension bei ihrer Tätigkeit als Ordner bzw. Sicherung von Aufmärschen. An der Teilnahme von Kevin S. und Christian K. kann man erneut sehen, dass ihre Kontakte seid dem Beitritt in das „FN“ auch überregional gut sind.

Bilder von einigen Nazis vor dem „Nationalen Zentrum“:

Andere Beiträge: Braune Schutztruppe // Demo gegen Neonazi-Treffen

Meta

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