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Für den diesjährigen 1. Mai planen Nazis erneut mehrere Aufmärsche durchzuführen. Der Tag ist dabei für die Nazis kein beliebiger Anlass, sondern der Versuch, den internationalen Kampftag der Arbeiter_innen für eigene Zwecke zu instrumentalisieren, zum „Tag der deutschen Arbeit“ umzudeuten und so an nationalsozialistische Traditionen anzuknüpfen. Dass Nazis versuchen, den 1. Mai inhaltlich von rechts zu besetzen, ist nichts Neues und geht einher mit der verstärkten Bezugnahme auf soziale Themen. In diesem Jahr planen sie, in Bremen, Heilbronn und auch in Halle/S. aufzumarschieren.

Aus diesem Grund wird es am Dienstag, den 05. April 2011 um 18:00 Uhr in Burg eine Infoveranstaltung geben. Dabei werden wir auf die Geschichte des 1. Mai eingehen und Infos geben, wo wir in diesem Jahr hinfahren werden.

In den letzten Wochen kam es erneut zu einer Vielzahl von Naziaktivitäten in der Innenstadt von Burg (Sachsen-Anhalt). Sprühereien mit rassistischen sowie antisemitischen Inhalten sind in der letzten Zeit aufgetaucht. Nazis versuchen mit Aufklebern und Plakaten das Stadtbild zu prägen. Antifaschist_innen werden bedroht und angegriffen. Auf diese Entwicklung wurde entsprechend reagiert und eigene Inhalte verbreitet.

Naziaktivitäten in den letzten Wochen (Kurzübersicht)

Das Sprühereien oder Aufkleber mit neonazistischen Inhalten in der Stadt des Öfteren auftauchen, ist keine Seltenheit. Allerdings so, wie es in den letzten Wochen passierte, ist eine neue Dimension. So wurden mehrere Wohnhäuser von Antifaschist_innen mit Sprüchen wie „Vorsicht Zecken schmeißen Kot“ oder „Hier wohnt … “ und Hakenkreuzen besprüht. Ebenfalls wurde das Büro des deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) sowie mehrere Geschäfte deren Inhaber nicht-deutscher Herkunft sind ebenfalls besprüht. Bei den Sprühereien ist zu beobachten, dass es sich meist um die gleiche Farbe sowie Schrift handelt. Auch sind die Orte an denen die sogenannten Sprühereien auftauchen in unmittelbarer nähe von Wohnhäusern von Neonazis. So wurde auch das Parteibüro der Linkspartei im Breiten Weg in Burg mit Farbe beschmiert und „Anti-Antifa“ an die Außenwand gesprüht. Etwa 50 Meter entfernt wohnt der aktive Neonazis Ricky M. Bei den weiteren Sprühereien ist eine Verbindung zu Sarah B. und Mathias K. aus der Gartenstraße sowie zu und Alex W. zu erkennen. W. wurde auch beobachtet, als er in den Abendstunden des 10.02.2011 in der Bahnhofsstraße bei einem Wahlplakat der Linkspartei „Die Linke“ übersprühte und im Bahnhofstunnel den Schriftzug „26.03 – Antifa Demo stoppen“ anbrachte.

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Am Donnerstag, dem 17.02.2011 findet in Burg (genauer Ort auf Anfrage) eine Veranstaltung zu der regionalen Naziszene und deren Aktivitäten statt. Dabei wollen wir einen Überblick über die einzelnen Neonazis und eine Einschätzung zur Bedeutung der sogenannten „Aktionsgruppe Burg“ geben. Ebenfalls wollen wir die gesellschaftliche Relevanz, Hauptaktivitäten und der Einfluss auf Jugendliche in der Region thematisieren. Besonders begrüßen wir es, wenn sich Personen mit ihren persönlichen Erfahrungen und Einschätzungen an der anschließenenden Diskussion beteiligen. Es soll dabei diskutiert werden, was sinnvolle Möglichkeiten sind, die Naziaktivitäten zu unterbinden und ihre Strukturen zu bekämpfen. Dabei sollen auch Erfahrungen aus der Vergangenheit nicht unberücksichtigt bleiben.

Wir werden ebenfalls unseren Infotisch aufbauen wo ihr euch unter anderem Informationsmaterial für die Demonstration am 26.03.2011 in Burg mitnehmen könnt.

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