Am Freitag, dem 12. März 2010 fand in Stendal (Sachsen-Anhalt) ein Neonaziaufmarsch statt. Wir wollen mit diesem Beitrag auf die Mobilisierung, die Gegenaktivitäten und dem Aufmarsch im Allgemeinen eingehen.
Das Jahr 2010 scheint für Neonazis ein Jahr der „Trauer“ zu sein. Nachdem in Magdeburg, Dresden und Chemitz sogenannte „Trauermärsche“ stattfanden beziehungsweise es den Versuch gab, wollten die sogenannten „Autonomen Nationalisten Stendal“ auch auf den Zug springen. Diese meldeten mit Unterstützung der „Freien Kräfte Magdeburg“ (zu diesen hauptsächlich Fabian T. gehört) einen Aufmarsch am 12. März 2010 in Stendal an. Unter dem Motto „Wider das Vergessen“ wollten diese vom Bahnhof aus 7 Kilometer durch die Stadt ziehen. Das dies verwehrt wurde, ist der antifaschistischen Intervention an dem Tag zu verdanken.
Am 27. Januar 2010, dem 65. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslager Auschwitz durch die Rote Armee erinnerten mehre Antifaschistinnen und Antifaschisten in Burg auf dem Ostfriedhof an die Opfer des Nationalsozialismus. Das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau im heutigen Polen ist Synonym für den penibel geplanten und industriell realisierten Massenmord an Menschen und steht stellvertretend für die Vernichtung von mehr als 6 Millionen Jüdinnen und Juden. Der 27. Januar gilt als Gedenktag für die Opfer der Shoa.
Am 21. November 2009 fand in Genthin (Jerichower Land) eine Spontandemo gegen Naziterror und den Mord an einem Antifaschisten in Russland statt. Dabei kam es am Ende der Demo zu Personalienfeststellungen einiger Personen durch die Polizei. In der letzten Zeit bekamen einige Personen Briefe, in denen sie Beschuldigt werden gegen das Versammlungsgesetz verstoßen zu haben. Wir weisen nochmal darauf hin – macht keine Aussage bei Polizei oder Staatsanwaltschaft! Anna & Arthur halten’s Maul!