Am Samstag, dem 01. Mai 2010, wurde ein Genosse aus dem Jerichower Land (Sachsen-Anhalt) nach der jährlichen revolutionären 1.Mai Demonstration in Berlin verhaftet. Ihm wird vorgeworfen Steine auf Polizisten und deren Fahrzeuge geworfen zu haben. Ebenfalls soll er sich den Polizeimaßnahmen widersetzt haben. Seitdem sitzt unser Freund und Genosse im Berliner Gefängnis Moabit in Untersuchungshaft! Während der Festnahme wurde ihm die Nase gebrochen – ärztliche Hilfe bekam er erst nach langer Zeit! In der nächsten Zeit ist unsere Solidarität mit unserem Genossen und allen anderen Gefangenen und Menschen, die von Repression betroffen sind, gefragt. In den kommenden Wochen finden ebenfalls einige Soli-Partys zur finanziellen Unterstützung statt.
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Gestern Abend, am 16. November 2009 wurde in Moskau der 26-jährige Antifaschist Iwan Chutorskoi in seinem Hauseingang hinterhältig erschossen. Iwan organisierte in letzter Zeit den Saalschutz bei antifaschistischen Konzerten, und führte Kampfsporttraining für Genossen durch. Den Rechtsextremen war er wohlbekannt, sein Name tauchte neben denen von Stanislaw Markelow und Nikolai Girenkobeständig in den Todeslisten der Nazis auf.
Vor dem gestrigen Mord waren bereits drei Mordversuche an Iwan verübt worden. 2005 wurde Iwan von Nazis überfallen, die ihm seinen Kopf zerschnitten. Ein weiteres Mal überlebte er nur durch ein Wunder, als ihm Nazis im Hauseingang auflauerten und mit einem Schraubenzieher zahlreiche schwere Verwundungen im Halsbereich zufügten. Im Januar dieses Jahres überlebte er wiederum nur knapp einen Messerstich in den Bauch, den er bei einem Straßenkampf mit Nazis erhielt.
In Moskau ist dies bereits der sechste Mord an Antifaschisten durch militante Rechtsextreme. Im April 2006 starb der 19-jährige Alexandr Rjuchin an Messerstichen, im März 2008 wurde bei einem Messerangriff Alexej Krylow getötet, im Oktober 2008 wurde Fedor Filatow, ein Anführer antifaschistischer Skinheads, neben seinem Hauseingang ermordet und am 28. Juni 2009 starb der Antifaschist Ilja Dshaparidse bei einem Überfall der Rechtsextremisten.
Weitere Infos dazu auf Indymedia.
Der mg-Prozess gegen die drei linken Aktivisten Axel, Oliver und Florian, der im September 2008 vor dem Berliner Kammergericht begonnen hatte, neigt sich dem Ende zu. Die drei sind einerseits der versuchten schweren Brandstiftung angeklagt und andererseits der Mitgliedschaft in einer „kriminellen Vereinigung“ nach Paragraph 129 des Strafgesetzbuches. Die Bundesanwaltschaft (BAW) wirft ihnen vor Bundesfahrzeuge angezündet zu haben und Mitglieder der militanten gruppe (mg) zu sein. Die Anwälte der Beschuldigten rechnen mit einer Verurteilung und Haftstrafen, denn BAW und Gericht streben eine abschreckende Verurteilung an. Mit einem bundesweiten, dezentralen Aktionstag am Tag X, dem Tag der Urteilsverkündung, drücken wir unsere Solidarität mit den Beschuldigten im mg-Prozess aus und gehen gegen staatliche Repression auf die Straße. Kapitalismus zerschlagen – Solidarität aufbauen!
Das Ende des Verfahrens naht und zur Urteilsverkündung findet ein Aktionstag statt. Infos hier.
Zu dem Brandanschlag auf Bundeswehrfahrzeuge in Burg, im Februar 2009 bekannte sich vor kurzem die „mg“. Dieser fand nach der Inhaftierung der drei Beschuldigten Genossen statt! Infos dazu: 1, 2