Am Sonntag, dem 24. Januar 2010, fand in dem sogenannten „Nationalen Zentrum“, in der Leipziger Odermannstraße ein Vorbereitungstreffen für den Neonaziaufmarsch am 13. Februar in Dresden statt. Dabei sollte unter anderem das Sicherheitskonzept besprochen werden. Unter den 20-25 Neonazis waren auch Personen aus Burg. Über einhundert Antifaschist_Innen demonstrierten spontan gegen das Treffen in Leipzig.

Seit der Jahrtausendwende findet regelmäßig in Dresden der größte Naziaufmarsch in Europa statt. Der von der NPD und der Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland (JLO) organisierte Aufmarsch stellt eine große Bedeutung in der Neonaziszene dar. So nehmen an diesem nicht nur die verschiedenen Spektren der extremen Rechten teil, auch szeneinterne Streitigkeiten werden an diesem Tag in den Hintergrund gestellt. Der Aufmarsch, der sich auf die Bombardierung 1945 durch die Alliierten bezieht, wird genutzt, um ein Kollektiv unschuldiger deutscher Opfer zu schaffen. In diesem Jahr soll das „Freie Netz (FN)“ die Sicherung des Aufmarsches übernehmen. Wie schon in den letzten Jahren treten Personen aus dem Umfeld des „FN“, zum Großteil Personen aus Burg als Ordner, auf regionalen und überregionalen Demonstrationen auf. Der Aufmarsch in Dresden ist dabei eine neue Dimension bei ihrer Tätigkeit als Ordner bzw. Sicherung von Aufmärschen. An der Teilnahme von Kevin S. und Christian K. kann man erneut sehen, dass ihre Kontakte seid dem Beitritt in das „FN“ auch überregional gut sind.

Bilder von einigen Nazis vor dem „Nationalen Zentrum“:

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