Archiv für November 2009

Am Samstag, dem 21. November 2009 fand in Genthin (etwa 20km von Burg entfernt) eine kraftvolle und lautstarke Demonstration mit etwa 70 Personen statt. Grund für die Demo war ein Versuch von acht Neonazis in das „Irish Pub“ – eine Kneipe, in der sich hauptsächlich Linke und alternative Jugendliche aufhalten, einzudringen. Ebenfalls wurden die Morde durch Nazis in Russland thematisiert.

Genthin, die Kleinstadt im Jerichower Land gehört neben Burg zu den Orten, wo die meisten Aktionen von Neonazis stattfinden. Neben Konzerten finden dort regelmäßig Propagandaaktionen statt und nachdem das „Nationale Jugendzentrum“ Mitte 2008 von der Polizei geschlossen wurde, sind die Nazis auf der Suche nach einem neuen Objekt. Als Ausweichort diente die Tanzbar „Neue Welt“. Als dies durch Antifaschist_Innen öffentlich gemacht wurde, hörten auch dort die Konzerte auf. Seitdem versuchen regionale Neonazis immer wieder Linke und alternative Jugendliche anzugreifen – was ihnen zum Teil auch gelingt. Der Versuch in das „Irish Pub“ Ende Oktober einzudringen, stellt ein Höhepunkt der Aktivitäten dar. Nur durch antifaschistische Selbsthilfe wurde ihnen der Zutritt verwehrt. Dabei wurden 6 Personen verletzt. Eine derartige Aktion ist nicht nur eine Aktion gegen die Kneipe, sondern gegen die ganze Szene!

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Ges­tern Abend, am 16. No­vem­ber 2009 wurde in Mos­kau der 26-​jäh­ri­ge An­ti­fa­schist Iwan Chu­tors­koi in sei­nem Haus­ein­gang hin­ter­häl­tig er­schos­sen. Iwan or­ga­ni­sier­te in letz­ter Zeit den Saal­schutz bei an­ti­fa­schis­ti­schen Kon­zer­ten, und führ­te Kampf­sport­trai­ning für Ge­nos­sen durch. Den Rechts­ex­tre­men war er wohl­be­kannt, sein Name tauch­te neben denen von Sta­nislaw Mar­ke­low und Ni­ko­lai Gi­ren­ko­be­stän­dig in den To­des­lis­ten der Nazis auf.

Vor dem gest­ri­gen Mord waren be­reits drei Mord­ver­su­che an Iwan ver­übt wor­den. 2005 wurde Iwan von Nazis über­fal­len, die ihm sei­nen Kopf zer­schnit­ten. Ein wei­te­res Mal über­leb­te er nur durch ein Wun­der, als ihm Nazis im Haus­ein­gang auf­lau­er­ten und mit einem Schrau­ben­zie­her zahl­rei­che schwe­re Ver­wun­dun­gen im Hals­be­reich zu­füg­ten. Im Ja­nu­ar die­ses Jah­res über­leb­te er wie­der­um nur knapp einen Mes­ser­stich in den Bauch, den er bei einem Stra­ßen­kampf mit Nazis er­hielt.

In Mos­kau ist dies be­reits der sechs­te Mord an An­ti­fa­schis­ten durch mi­li­tan­te Rechts­ex­tre­me. Im April 2006 starb der 19-​jäh­ri­ge Alex­an­dr Rju­ch­in an Mes­ser­sti­chen, im März 2008 wurde bei einem Mes­ser­an­griff Ale­xej Kryl­ow ge­tö­tet, im Ok­to­ber 2008 wurde Fedor Fi­la­tow, ein An­füh­rer an­ti­fa­schis­ti­scher Skin­heads, neben sei­nem Haus­ein­gang er­mor­det und am 28. Juni 2009 starb der An­ti­fa­schist Ilja Dsha­pa­rid­se bei einem Über­fall der Rechts­ex­tre­mis­ten.

Weitere Infos dazu auf Indymedia.

Naziterror stoppen! Siempre Antifascista!

Vor 20 Jahren wurde die Antifaschistin Conny in Göttingen nach einer Auseinandersetzung mit Neonazis von der Polizei in den fließenden Straßenverkehr gejagt. Dabei wurde sie von einem Auto erfasst, durch die Luft geschleudert und war sofort tot. Das war ein politischer Mord! Hintergrund dieser Eskalation waren regelmäßig stattfindene Übergriffe von Neofaschisten gegen Linke, alternative Jugendliche und MigrantInnen in der Göttinger Innenstadt. Hiergegen organisierten autonome Antifas antifaschistische Selbsthilfe. Wurden Neofaschisten aus Göttingen und dem Umland in der Stadt gesichtet, wurden diese unmittelbar von antifaschistischen Kräften militant vertrieben. Zu solch einer Auseinandersetzung kam es auch am 17. November 1989, an der die Antifaschistin Conny involviert war. Wie häufig zuvor auch geleitete die Polizei die Faschisten sicher aus der Innenstadt und eröffnete im Anschluss eine Verfolgungsjagd gegen die AntifaschistInnen. Eine besondere Rolle nahm dabei das Zivile Streifenkommando (ZSK) ein; eine politische Polizeieinheit in zivil, die sich seit Jahren einen Kleinkrieg mit der autonomen Szene der Universitätsstadt lieferte. Dass sie Conny dabei auf der Weender Landstraße in Höhe des Indunazentrums in den fahrenden Verkehr trieben war kein Zufall, sondern sie folgten damit aktiv ihrer Gesinnung. Dies zeigt der entsprechende Spruch im Polizeifunk am 17.11.1989 um ca. 21.10 Uhr: „Ich würde sagen, wenn wir genug Leute sind, sollten wir sie ruhig mal plattmachen“.

::: Antifaschistische-Demo am Samstag, 14. November in Göttingen :::
Aus Burg (bzw. dem Jerichower Land) wird es einen
Bus geben – Busfahrkarten unter Kontakt! AUSVERKAUFT!

Aufrufe:
„Kein Vergeben, Kein Vergessen“ (Vorbereitungskreis Conny Demo)
„Nie wieder Polizeiterror … nieder mit Staat und Kapital“ (A.L.I.)
„Hass, Trauer, Widerstand!“ (J.A.G.)
„Kampf der Gewalt der falschen Freiheit“ (Redical M)

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Meta

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