Rund 250 Antifaschist_innen haben am Samstag, dem 18. April 2009 unter dem Motto „…bis die Scheiße aufhört! Den rechten Konsens brechen!“ in Burg gegen die regionalen Neonazistrukturen und den widerwärtigen Alltagscharakter in den Provinzen demonstriert. Neonazis ließen sich nur vereinzelt an der Route blicken. Die Polizei hielt sich während der Demo zurück – am Bahnhof kam es zum Schluss allerdings noch einmal zu einer Auseinandersetzung mit der Polizei, wobei eine Person kurzzeitig festgenommen wurde.
Gegen 12:30 Uhr sammelten sich etwa 250 Antifaschist_Innen am Bahnhofsvorplatz in Burg. Zuvor bewegten sich im Nahe gelegenen Park vereinzelt Neonazis, diese verschwanden allerdings schnell wieder. Um 13:30 Uhr ging dann nach dem Verlesen der Auflagen die Demonstration los. Über die Friedenstraße, Martin Luther Straße und Wilhelm-Külz-Straße ging es in Richtung „Weber Eck“. In dieser Kneipe halten sich meist Neonazis auf und es kommt nicht selten zu Angriffen oder Bedrohungen gegenüber Menschen, die nicht in das Weltbild der dortigen „Gäste“ passen. Unter Parolen wie „Kühe, Schweine, Ostdeutschland“ wurden die Inhaber und andere Personen vor dem „Weber Eck“ begrüßt. Etwa 50m weiter, in der Magdeburger Chaussee standen dann auch 4 Autos mit Personen der „Blue White Street Elite“, diese wurden allerdings von der Polizei weggeschickt. Nach kurzer Zeit ging dann die Demo weiter in Richtung Magdeburger Straße, Brüderstraße zum Markt, wo die erste Zwischenkundgebung stattfand. Während der Zwischenkundgebung wurde auf die Situation in Burg bzw. dem Jerichower Land aufmerksam gemacht, sich solidarisch mit den Hausbesetzer_innen in Erfurt gezeigt und die sofortige Aufenthaltserlaubnis für Nico P. gefordert. 2 Neonazis aus dem Umfeld der „BWSE“ liefen an der Seite der Kundgebung vorbei, als Antifaschist_innen diese erkannten wurden diese mit Flaschen beworfen. Zu weiteren Auseinandersetzungen kam es nicht auf dem Markt. Etwa 15 Neonazis hielten sich zu diesem Zeitpunkt in einem nahegelegnen Eiscafe auf. Nach Beendigung der Zwischenkundgebung ging es dann über den Breiten Weg in Richtung Holzstraße. In Höhe des Amtsgerichtes provozierten dann erneut Neonazis am Rande der Demo aus Häusern und versuchten die Demo abzufilmen und zeigten Hiltergrüße. Als die Demo stehen blieb um den Neonazis zu zeigen, was man von ihnen hält, machte die Polizei Druck auf den Anmelder, die Demo zu verkürzen, sollte es nicht weitergehen. Nach kurzer Zeit ging es dann auch weiter. Weiterlesen…











