Die Antifaschistische Aktion Burg organisiert eine Busfahrt nach Dresden. Fahrkarten für den Bus können über a-a-burg@riseup.net bezogen werden.
Um den 13. Februar 1945 griffen alliierte Bomber die Stadt Dresden an. Große Teile der Innenstadt wurden zerstört; viele Tausend starben. In der deutschen Erinnerungskultur spielt die Bombardierung Dresdens immer dann eine zentrale Rolle, wenn auf die „deutschen Opfer“ verwiesen und von der nazideutschen Verantwortung für den II. Weltkrieg und seine Folgen abgelenkt werden soll. Seit Jahren findet im Februar in Dresden der größte regelmäßige Naziaufmarsch Deutschlands statt. Trotz aller Anti-Nazi-Lippenbekenntnisse der offiziellen sächsischen Politik und großer Teile der Dresdner Zivilgesellschaft ist auch das alljährliche bürgerliche Gedenken an die Zerstörung Dresdens von Geschichtsrevisionismus und Tatsachenverschleierung geprägt. „United States Army Air Forces“ (USA) und „Royal Air Force“ (GB) attackierten jedoch mitnichten, wie es geschichtsrevisionistische Legendenbildung aus dem Neonazi- und dem bürgerlichen Spektrum immer wieder verbreitet, eine „unschuldige und kriegsunwichtige Stadt“. Die Metropole an der Elbe war ein relevanter Dreh- und Angelpunkt des Nazireichs, sei es im Bereich der Rüstungsindustrie, der Logistik oder bei der Organisierung des Massenmords. Gerade durch die Bombardements, die von den meisten Opfern des Naziregimes mit Genugtuung und Zustimmung aufgenommen wurden, gelang einigen jüdischen Menschen in Dresden die Flucht vor der nazideutschen Vernichtungsmaschinerie.
Antifaschistische Gruppen wenden sich auch 2009 in Dresden mit Aktionen am 13. und 14. Februar gegen Aufmärsche der Neonazis und die undifferenzierte Gedenkkultur vieler Bürger_innen.
Mehr Infos findet ihr auf venceremos.antifa.net und dresden1302.noblogs.org
14. Februar: 12:00 Uhr, Dr. Külz Ring/Altmarktgalerie
Antifaschistische Kundgebung
14.Februar: 11:00 Uhr, Hauptbahnhof
Antifaschistische Demonstration („No Pasarán“ Bündnis)