Archiv für Januar 2009

Am 27.Januar 1945 erreichten die ersten Verbände der roten Armee das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau im heutigen Polen. Es gelang einige tausend Menschen vor der drohenden Vernichtung zu retten. Die bis zum Schluss verbliebenen SS Wachtruppen versuchten jedoch noch vorm Eintreffen der Alliierten so viele Häftlinge, wie möglich zu töten oder trieben diese in sogenannten Todesmärschen gen Westen um sie dort in weiteren Konzentrationslagern zu ermorden. In Auschwitz wurden ca. 1,1 Millionen Jüdinnen und Juden, 140 000 Polen und mehrere zehntausend Sowjetbürger ermordet. Zu den weiteren Opfern zählen Sinti und Roma, Homosexuelle und politische Häftlinge. Auschwitz ist Synonym für den penibel geplanten und industriell realisierten Massenmord an Menschen und steht stellvertretend für die Vernichtung von mehr als 6 Millionen Jüdinnen und Juden. Der 27.01. ist seitdem der weltweite Gedenktag für die Opfer der Shoa. In Burg fand an diesem Tag eine Kranzniederlegung am Denkmal für die Opfer des Nationalsozialismus statt. Etwa 30 Menschen legten im Gedenken an die verfolgten und ermordeten Blumen und Kränze nieder.

An dieser Stelle wollen wir noch mal den Opfern des deutschen Vernichtungswahns gedenken und der Roten Armee, allen antifaschistischen Widerstandkämpfern wie auch den Alliierten für die Befreiung vom nationalsozialistischen Deutschland danken.

Die Antifaschistische Aktion Burg organisiert eine Busfahrt nach Dresden. Fahrkarten für den Bus können über a-a-burg@riseup.net bezogen werden.

Um den 13. Februar 1945 griffen alliierte Bomber die Stadt Dresden an. Große Teile der Innenstadt wurden zerstört; viele Tausend starben. In der deutschen Erinnerungskultur spielt die Bombardierung Dresdens immer dann eine zentrale Rolle, wenn auf die „deutschen Opfer“ verwiesen und von der nazideutschen Verantwortung für den II. Weltkrieg und seine Folgen abgelenkt werden soll. Seit Jahren findet im Februar in Dresden der größte regelmäßige Naziaufmarsch Deutschlands statt. Trotz aller Anti-Nazi-Lippenbekenntnisse der offiziellen sächsischen Politik und großer Teile der Dresdner Zivilgesellschaft ist auch das alljährliche bürgerliche Gedenken an die Zerstörung Dresdens von Geschichtsrevisionismus und Tatsachenverschleierung geprägt. „United States Army Air Forces“ (USA) und „Royal Air Force“ (GB) attackierten jedoch mitnichten, wie es geschichtsrevisionistische Legendenbildung aus dem Neonazi- und dem bürgerlichen Spektrum immer wieder verbreitet, eine „unschuldige und kriegsunwichtige Stadt“. Die Metropole an der Elbe war ein relevanter Dreh- und Angelpunkt des Nazireichs, sei es im Bereich der Rüstungsindustrie, der Logistik oder bei der Organisierung des Massenmords. Gerade durch die Bombardements, die von den meisten Opfern des Naziregimes mit Genugtuung und Zustimmung aufgenommen wurden, gelang einigen jüdischen Menschen in Dresden die Flucht vor der nazideutschen Vernichtungsmaschinerie.

Antifaschistische Gruppen wenden sich auch 2009 in Dresden mit Aktionen am 13. und 14. Februar gegen Aufmärsche der Neonazis und die undifferenzierte Gedenkkultur vieler Bürger_innen.

Mehr Infos findet ihr auf venceremos.antifa.net und dresden1302.noblogs.org

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Etwa 350-400 Menschen demonstrierten am Samstag (17.01.2009) gegen einen Naziaufmarsch & Geschichtsrevisionismus im allgemeinen in Magdeburg. Trotz massiver Vorkontrollen kam es zu keiner Auseinandersetzung mit der Polizei während der Demo. Anfangs kam es noch zu einer Solidaritätsaktion mit dem Besetzten Haus in Erfurt. Im Anschluss an die Demonstration versuchten viele Menschen den Naziaufmarsch zu verhindern und begaben sich nach Magdeburg Neustadt. Eine Blockade von etwa 50 Person auf der Lüneburger Straße führte dazu, dass die Nazidemo umgeleitet werden musste. Auf Höhe der Johanniskirche kam es zu einer weiteren Blockade von mehreren hundert Personen. Somit mussten die Nazis ihre Zwischenkundgebung verlegen. Immer wieder, gelang es außerdem AntifaschistInnen an die Nazidemo heran zu kommen und ihren Protest zu zeigen. Gegen 18:00 Uhr fand dann die Abschlusskundgebung statt und die Nazis wurden in den Hauptbahnhof gebracht.

Im folgendem noch ein paar Demo-Bilder von uns:
(Zum vergrößern, raufklicken)



Weitere Bilder von uns:
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