Am 27.Januar 1945 erreichten die ersten Verbände der roten Armee das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau im heutigen Polen. Es gelang einige tausend Menschen vor der drohenden Vernichtung zu retten. Die bis zum Schluss verbliebenen SS Wachtruppen versuchten jedoch noch vorm Eintreffen der Alliierten so viele Häftlinge, wie möglich zu töten oder trieben diese in sogenannten Todesmärschen gen Westen um sie dort in weiteren Konzentrationslagern zu ermorden. In Auschwitz wurden ca. 1,1 Millionen Jüdinnen und Juden, 140 000 Polen und mehrere zehntausend Sowjetbürger ermordet. Zu den weiteren Opfern zählen Sinti und Roma, Homosexuelle und politische Häftlinge. Auschwitz ist Synonym für den penibel geplanten und industriell realisierten Massenmord an Menschen und steht stellvertretend für die Vernichtung von mehr als 6 Millionen Jüdinnen und Juden. Der 27.01. ist seitdem der weltweite Gedenktag für die Opfer der Shoa. In Burg fand an diesem Tag eine Kranzniederlegung am Denkmal für die Opfer des Nationalsozialismus statt. Etwa 30 Menschen legten im Gedenken an die verfolgten und ermordeten Blumen und Kränze nieder.
An dieser Stelle wollen wir noch mal den Opfern des deutschen Vernichtungswahns gedenken und der Roten Armee, allen antifaschistischen Widerstandkämpfern wie auch den Alliierten für die Befreiung vom nationalsozialistischen Deutschland danken.
Um den 13. Februar 1945 griffen alliierte Bomber die Stadt Dresden an. Große Teile der Innenstadt wurden zerstört; viele Tausend starben. In der deutschen Erinnerungskultur spielt die Bombardierung Dresdens immer dann eine zentrale Rolle, wenn auf die „deutschen Opfer“ verwiesen und von der nazideutschen Verantwortung für den II. Weltkrieg und seine Folgen abgelenkt werden soll. Seit Jahren findet im Februar in Dresden der größte regelmäßige Naziaufmarsch Deutschlands statt. Trotz aller Anti-Nazi-Lippenbekenntnisse der offiziellen sächsischen Politik und großer Teile der Dresdner Zivilgesellschaft ist auch das alljährliche bürgerliche Gedenken an die Zerstörung Dresdens von Geschichtsrevisionismus und Tatsachenverschleierung geprägt. „United States Army Air Forces“ (USA) und „Royal Air Force“ (GB) attackierten jedoch mitnichten, wie es geschichtsrevisionistische Legendenbildung aus dem Neonazi- und dem bürgerlichen Spektrum immer wieder verbreitet, eine „unschuldige und kriegsunwichtige Stadt“. Die Metropole an der Elbe war ein relevanter Dreh- und Angelpunkt des Nazireichs, sei es im Bereich der Rüstungsindustrie, der Logistik oder bei der Organisierung des Massenmords. Gerade durch die Bombardements, die von den meisten Opfern des Naziregimes mit Genugtuung und Zustimmung aufgenommen wurden, gelang einigen jüdischen Menschen in Dresden die Flucht vor der nazideutschen Vernichtungsmaschinerie.




