Archiv für März 2008

Lange hat es gedauert, doch nun ist sie da – die „Left Act“ Infozine für Burg und Umgebung. Anliegen des Heftes ist es Menschen in Burg und Umgebung über Naziaktivitäten aufzuklären. Darüber hinaus wollen wir Möglichkeiten antifaschistischer Intervention aufzeigen und Menschen zu Eigeninitiative motivieren. Des Weiteren wollen wir so auf Konzerte, Veranstaltungstermine und andere Geschehnisse aufmerksam machen.

Die „Left Act“ wird in unregelmäßigen Abständen erscheinen. Dabei haben wir zurzeit noch das Problem, dass wir keinen Ort anbieten können, wo das Heft öffentlich ausliegt. Dieses Problem versuchen wir aber so schnell wie möglich zu lösen. Sollte jemand in der nächsten Zeit kein Heft bekommen, aus welchen Gründen auch immer, kann er einfach eine Mail schreiben oder spricht in Burg seinen „Straßendealer“ an. Wir werden dann das Heft kostenlos zuschicken.

Und noch etwas: Solltete ihr für die nächste Ausgabe Änderungsvorschläge, Termine oder Texte haben, schickt uns diese einfach zu.
Anregungen, Kritik oder Lob nehmen wir gerne entgegen.

Eure „Left Act“ Crew.

Kontakt: left_act@web.de


Aufdruck der „Blue White Street Elite“

Wie die Magdeburger Volksstimme in seiner Ausgabe vom 20. März meldete, plant das Innenministerium offenbar ein Verbot einer Fangruppierung des 1. FC Magdeburg. Die Gruppe mit dem Namen „Blue White Street Elite“ („B.W.S.E“)charakterisiert Innenstaatssekretär Rüdiger Erben gegenüber Radio mdr1 als“eine Mischung aus gewaltenbereiten Fußballfans und rechtsmotivierten Straftätern“. Den Mitgliedern werden zahlreiche Köperverletzungen, sowie Landfriedensbruch zur Last gelegt. Die rund 60 meist vorbestraften Mitgliedersollen sich zum großen Teil aus Mitgliedern ehemaliger rechtsextremer Kameradschaften aus dem Jerichower Land zusammensetzen. Erst am 29. Februar sollen Aktivisten der B.W.S.E. dabei gewesen sein, als in Genthin ein Skinheadkonzert organisiert werden sollte. Außerdem sollen sie am gleichen Abend eine Körperverletzung vor der Disco „Nightfly“ in Burg begangen haben, sowie weitere Discotheken im Jerichower Land terrorisieren.

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Etwa 1500 Menschen haben am Samstag, dem 8.März 2008 in Berlin anlässlich des internationalen Frauenkampftages in Solidarität mit der inhaftierten Antifaschistin Andrea und allen politischen und sozialen Gefangenen demonstriert. Vom U-Bahnhof Eberswalder Straße ging die Demonstration durch den Szenebezirk Prenzlauer Berg zum Frauenknast nach Pankow, wo Andrea zurzeit einsitzt.

Auftaktsort war der U-Bahnhof Eberswalder Straße, von dort aus ging es durch die Schönhauser Allee, wo es einen kleinen Schlenker gab, um am „Harakiri“ vorbeizugehen, einem einschlägigen Nazi-Laden, mit dessen Bildern, welche die nach außen gerichtete Überwachungskamera macht, auch gerne mal die Polizei über politische Gegner informiert wird. Kurzzeitig musste die Demo stoppen, weil die Polizei einige vermummte und „bewaffnete“ (gemeint waren die Fahnenstöcke) Personen herausziehen wollte. Die Demoanmelderin wurde aufgefordert, die jeweiligen Personen der Polizei auszuliefern. Dass wir bei so einer Schweinerei nicht mitmachen und niemanden von uns ausliefern, war klar. Nach einem kurzen Hin und Her konnte die Demo weiterlaufen – mit unseren GenossInnen! Während der Demo kam es trotzdem noch zu einer Festnahme.

Auf dem Weg gab es noch eine nette Dach-Transpi-Aktion, bei der ein langes Transparent mit der Aufschrift „Free Andrea“ entrollt wurde außerdem wurden noch viele Demo-Flyer vom Dach geworfen. Video

Der Weg zum Knast wurde ebenfalls dadurch verschönert, dass GenossInnen einige Tage zuvor die Wände mit wunderschöner Farbe und Parolen geschmückt hatten („Militanter Antifaschismus ist ein legitimes Mittel“, „Knäste zu Baulücken“, „Kampf dem Patriarchat“).

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Meta

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