Bundesweite Demonstration in Dessau: Montag 7.1.2008
Seitdem zwei Schwarz-Afrikaner von der deutschen Polizei ermordet wurden, sind nun drei Jahre vergangen. Am 7. Januar 2005 starben Oury Jalloh und Layé Konde bei gewaltsamen polizeilichen Einsätzen. Was für eine Tat haben sie begangen, mögen manche sich fragen? Sie haben dem Feinbild dieser Gesellschaft entsprochen: sie waren schwarz und „fremd“.
Ebenso wie Oury Jalloh ist Layé Konde zuerst aus Guinea vor dem Krieg nach Sierra Leone geflohen, bevor der Krieg in Sierra Leone die beiden zwang, erneut zu fliehen. Beide haben ihren Weg nach Europa gefunden, nach Deutschland, wo sie auf ein Leben in Würde hofften.
Doch was sie hier fanden, war nicht das Paradies, sondern die Hölle auf Erden: gezielte Polizeikontrollen, gesellschaftliche Abscheu und Ablehnung, Residenzpflicht, drohende Abschiebung und rassistische Übergriffe allerart prägten ihren Alltag, bis sie umgebracht wurden.
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