Archiv für Mai 2007

Als Vorbereitung zum kommenden G8-Gipfel vom 02. -08.Juni 2007 in Heiligendamm (Ostsee) fand am Samstag dem 19.Mai 2007 in Berlin-Kreuzberg (Görlitzer Park) ein Blockadetraninig statt!
Im Umkreis zum Görlitzer Park waren Schilder aufgebaut die auf das Blockadetraining aufmerksam machten.
Bei schönstem Sonnenschein nahmen daran 150-200 Personen teil.
Es wurde geübt wie man Menschen von einer Stelle zur anderen Trägt.
Wie man sich am besten zusammenhält, um von Bullen nicht raus gezogen zu werden usw.
Es kann also beim G8 nichts mehr schief gegen! G8 blockieren!!!

Am selben Tag fand auch in Petzow, bei Potsdam, das Treffen der G8-Finanzminister statt.
Bei einen Open Air Konzert (Potsdam) unter dem Namen „G[8]ipfelsturm“, nahmen etwa 1400 Menschen teil.
Das Konzert war gegen das Treffen der G8-Finanzminister und den Gipfel in Heiligendamm gerichtet.
Zur musikalischen Unterhaltung spielten Dritte Wahl, The Knattertones, Kaeptn Karacho, Hausvabot, Bandylegs und Holger Burner.
An Infoständen von verschiedenen Anti-G8 Gruppen konnte man sich über die Gegenaktionen informieren und Informationsmaterial mitnehmen.
Die Polizei war mit sehr wenigen Einsatzkräften vor Ort.

Aktuelle Infos zu dem Naziaufmarsch und der Internationalen Antifa-Demo in Schwerin!

Wie das Ordnungsamt der Landeshauptstadt Schwerin mitteilte, wurde für den 2. Juni der polizeiliche Notstand verhangen. Das heißt alle Veranstaltungen sind bis auf weiteres verboten. In der Begründung heißt es, dass der Polizei statt der erforderlichen 3830 Beamt_innen nur 2450 zur Verfügung stehen und dass diese nicht ausreichen um die Sicherheit und Ordnung zu gewährleisen.
Außerdem verweist das Ordnungsamt auf angebliche Gewaltaufrufe im Internet, bei denen u.a. dazu aufgefordert wurde, die “Nazidemo abzuziehn” oder im Trailer zur Demo bei dem auf einem Transparent “Nazis kaputt” zu lesen sei. Der Versuch den antifaschistischen Widerstand auf diese Weise zu kriminalisieren, werden wir nicht hinnehmen. Es wurden bereits Rechtsmittel gegen das Verbot eingeleitet.
Da es wahrscheinlich ist, dass die NPD an ihrem Aufmarsch festhält und über den rechtlichen Weg eine Aufhebung der Verfügung anstreben wird, rufen wir euch weiterhin dazu auf, am 2.Juni nach Schwerin zu kommen.
Die Antifademo wird also bis jetzt nicht am 2. Juni in Schwerin stattfinden – das Verbot wird sicher bald aufgehoben. Das die NPD-Demo verboten wurde, werten wir als einen ersten Teilerfolg der Antifa-Mobilisierung.

Sollte das Verbot des Naziaufmarsch bestehen bleiben, rufen wir zu Teilnahme am „Make Capitalism History“ Block der Großdemo in Rostock auf. Infos dazu hier

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Ihr für uns – wir für euch! Antifa supports Köpi!

Seit dem 08.Mai 2007 ist es nun endgültig – die Köpi wurde zwangsversteigert. Ein weiteres autonomes Haus-Projekt in Berlin wird damit durch die Stadt, durch Investoren und im Zuge einer Umgestaltung alternativer Stadtviertel in Luxusressorts plattgemacht. Die Auswirkungen solcher Einschränkungen von Freiräumen sind vielfältig und betreffen nicht nur einige wenige BewohnerInnen, sondern das ganze Stadtviertel und natürlich auch die ganze radikale linke Bewegung: Mieten steigen, Überwachungsmaßnahmen und Videoaufnahmen im öffentlichen Raum nehmen zu, alternative Clubs werden geschlossen, Räume für Selbstorganisation und Solipartys, für bundesweite Treffen oder einfach für korrekte antikapitalistische, antirassistische und antisexistische Parties fallen weg.

Was haben wir damit zu tun? Alles!

Im linken Berliner Szeneklüngel wird immer wieder die teilweise konstruierte Trennung zwischen der Antifa-Szene und der Häuser-Szene aufgemacht. Häusis, das sind die anderen mit schwarzen Sachen und crust-core-Aufnähern; Antifa sind die CheckerInnen, mit Lederhandschuhen in den Carhartt-Hosen. Doch diese Trennung ist ebenso falsch wie sinnlos und kontraproduktiv. Menschen, die sich in Häusern engagieren, sind aktiv bei Antifa-Aktionen dabei. Sie sehen sich selbst als aktive AntifaschistInnen und stellen Strukturen für die Antifa zur Vefügung. Antifas wiederum nutzen diese Hausprojekte. Einige bringen sich aktiv in Häusern ein, organisieren Soliparties für Häuser oder besuchen Demonstrationen und Veranstaltungen, die sich mit der Situation bedrohter Häuser beschäftigen. Auch wenn die Zusammenarbeit beider Bewegungen in den letzten Jahren durch Mißverständnisse und Halbwahrheiten geprägt war, ist klar, dass es sich hier um mehr als um ein aktives Geben und Nehmen handelt.

Uns als Antifaschistinnen und Antifaschisten ist klar: Wir brauchen alternative, autonome Projekte in Berlin, bundesweit und überhaupt. Linke, alternative Kultur und Organisation muss sichtbar bleiben – gerade in einer Zeit in der kapitalistische Verwertungslogik immer mehr alle Bereiche des öffentlichen und privaten Lebens durchzieht!
Insbesondere Berliner Häuser und besonders auch die Köpi wurden unzählige Male durch die Antifa-Szene genutzt: für Parties, für Treffen oder einfach nur als entspannter Rückzugsraum.
Damit stellt die Köpi auch einen wichtigen Teil unserer Szene dar.

Zusammen kämpfen!

Mit diesem kurzem Text verbindet sich für uns die aktive Solidarität mit linken Hausprojekten und momentan vor allem mit der Köpi in Berlin. Wir rufen dazu auf, dass sich alle Antifas aktiv an den Soliaktionen für die Köpi beteiligen und hoffen auch aus den Antifastrukturen auf bundesweite Unterstützung für den Erhalt alternativer und autonomer Projekte wie der Köpi!
Der Phantasie sind in diesem Zusammenhang, wie auch im Kampf gegen Neonazis und ihren Strukturen, keine Grenzen gesetzt.

In diesem Sinne:
köpi verteidigen – Antifa heisst Angriff

Infos unter Antifa supports Köpi! und unter koepi.squat.net

Meta

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