Archiv für April 2007

62 Jahre! Wir wollen feiern!

Am 4. Mai 1945 ereichte die Rote Armee das Burger Umland. Nach nächtlichen Verhandlungen mit dem Burger Stadtkommandanten wurde Burg am 5. Mai kampflos an die Rote Armee übergeben. 3 Tage später, am 8. Mai kapitulierten die Deutschen bedingungslos.

Für uns als AntifaschistInnen aus Burg und Umgebung sind der 5. und vor allem der 8. Mai Tage der Freude. Diese stehen für das Ende des deutschen Vernichtungsprojekts, für die Befreiung der wenigen Überlebenden aus den Arbeits- und Vernichtungslagern und für die Zerschlagen des deutschen Mordkollektivs.

[Wir danken den alliierten Befreiern]

Vor 62 Jahren kapitulierte Deutschland bedingungslos vor den Alliierten. Es bedurfte erst der militärischen Intervention der alliierten Streitkräfte, um der 12 Jahre andauernden Raserei Deutschlands, welche sich bis zur physischen Vernichtung von Millionen Menschen steigerte und schließlich im Holocaust mündete, ein Ende zu bereiten. Das Ende der nationalsozialistischen Barbarei bedeutete Befreiung: Befreiung für die Menschen, die in den Konzentrationslagern bis zur Ankunft der Alliierten überlebt hatten, Befreiung für die in den Untergrund gezwungenen Menschen, Befreiung für Jüdinnen und Juden, Roma und Sinti, Befreiung für die Menschen in den von der deutschen Wehrmacht überfallenen Staaten, für die nach Deutschland verschleppten ZwangsarbeiterInnen, Schwule und Lesben, Arbeitsverweigerer, Menschen mit Behinderungen, Linke der verschiedensten Organisationen und Strömungen, Demokratinnen und Demokraten, Liberale und viele mehr.
Nur die damalige deutsche Mehrheitsbevölkerung, welche zu keiner nennenswerten Widerstandshandlung bereit war, fühlte sich nicht befreit. Sie empfand den 8. Mai als Niederlage, glaubte sie doch bis zum Schluss an den „Endsieg“. So ging es auch nicht darum die Deutschen zu befreien, sondern um die Befreiung der Welt von Deutschen.

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Sachsen-Anhalt – Im Land der „Frühaufsteher“ waren Wahlen, doch nur 36% der Wahlberechtigten aus dem Salzland, Jerichower Land, Saalkreis, Mansfeld-Südharz, Börde, Wittenberg, Anhalt-Bitterfeld, Burgenland, Harz und Dessau-Rosslau fanden den Weg ins Wahllokal.
Gegen 22.00 Uhr zeigte sich, dass es die NPD die in 7 Kreistagen kandidierte (Jerichower Land, Salzland, Saalekreis, Anhalt-Bitterfeld, Mansfeld-Südharz, Burgenland und Harz) auch in allen 7 mindestens einen Abgeordneten hat.
Gegen 1.00 Uhr waren die Ergebnisse so gut wie bestätigt.
Die NPD hat im Jerichower Land mit 2,3% die wenigsten und im Burgenlandkreis mit 4,7% die meisten Stimmen bekommen!
Traurig, dass die NPD es geschafft hat überall in die Kreistage einzuziehen, doch das müsste die Bürger zum nachdenken anregen, woran das liegen könnte, denn Bratwurstessen gegen Rechts oder Ähnliches bringt nichts, außer sein Gewissen zu beruhigen doch mal etwas gegen Nazis getan zu haben!
Mit Beschuldigungen der CDU gegen Linke, Straftaten begangen zu haben, die ganz offensichtlich Rechtsradikale ausführten, spielt man diesen Personen nur noch weiter in die eigenen Hände.
Falls die bürgerliche Zivilgesellschaft nicht bald etwas unternimmt, wird bei den nächsten Wahlen, ein viel höheres Ergebnis für die NPD oder andere rechten Parteien zustande kommen.
Marco Hillemann aus Burg wird sich bestimmt auch freuen, endlich mal das Wort erheben zu können, um sein rechtsradikales und antisemitische Geschwafel öffentlich zu verbreiten.

Hier die Ergebnisse der Kommunalwahlen 2007 in Sachsen-Anhalt. (Vorläufige Ergebnisse)
1,8% sind nötig um in den Kreistag einzuziehen.

Anhalt-Bitterfeld: NPD 3,2 %
Jerichower Land: NPD 2,3 %
Salzland: NPD 2,9 %
Saalekreis: NPD 2,4 %
Harz: NPD 3,6 %
Mansfeld-Südharz: NPD 4,2 %
Burgenland: NPD 4,7 %
Dessau-Roßlau: DVU 2,0 %

HIER findet ihr noch eine Aktuelle Auswertung der Wahlergebnisse der Kommunalwahl in Sachsen-Anhalt!

Montag, dem 30.April 2007 findet in Berlin eine Bundesweite Demonstration unter dem Motto „Reduce to the max – Just Communism!“ statt.

Statt »Arbeit für Alle« oder gar »Arbeit soll das Land regieren« zu fordern, sollte eine emanzipative Bewegung eher den gesellschaftlichen Zwangscharakter der Lohnarbeit ins Visier nehmen, als in hemdsärmlicher Manier das Pech der Lohnabhängigen als Zustand gesellschaftlichen Glücks zu verklären. Die erfreuliche Tatsache, dass immer weniger Arbeitszeit benötigt wird, um immer mehr Güter zu produzieren, muss gerade aus kommunistischer Perspektive als reale Möglichkeit begriffen werden, das Leben sinnvoll und weitgehend befreit von materiellen Zwängen einzurichten. Stattdessen schreien alle nach Vollbeschäftigung, anstatt sich zu freuen, endlich mal was besseres mit der Zeit anfangen zu können, als den ganzen Tag damit verbringen zu müssen, Panzer zu bauen, Telefonumfragen zu machen und schlechte Zeitungsartikel über Themen, die niemanden interessieren, zu schreiben. Da jedoch Bedürfnisbefriedigung im Kapitalismus immer an den Zwang gekoppelt ist, seine Arbeitskraft zu verkaufen, ist dieses Betteln nach mehr Arbeit sogar subjektiv nachvollziehbar. (Teil des Aufrufs)

30.April 2007 / 19.00 Uhr / Heinrichplatz / Berlin-Kreuzberg

Für den Kommunismus!!!

Meta

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